Das Unileben als neuer Lebensabschnitt bedeutet nicht nur die Abnabelung von den Eltern, eine eigene Wohnung und neue Leute. Nein, wenn du nicht gerade mit deinem Abi-Kapuzenpullover verwachsen bist oder mit einer Egalo-Einstellung blind durch die Mensa läufst, kann er auch eine gewaltige Modestil-Explosion verursachen.
Sobald die Mamas aufhören Kleidung zum Anziehen herauszulegen, sind Studis überall auf der Welt schon eine Spezies für sich. Doch innerhalb dieser Art gibt es noch einmal so viele kuriose Phänotypen, dass eine vollständige Auflistung ein beinahe unmögliches Unterfangen darstellt.
Ein Versuch ist es wert:
Ich persönlich hatte ja schon immer eine Schwäche für Lederjacken. Schwarze Lederjacken. Darunter ein Shirt, vorzugsweise schwarz oder weiß. Dazu ‘ne Jeans und schon ist mein persönlicher Ingenieur John Travolta geboren. Hey, der Typ ging auch mal zur Uni!
Im Club erwische ich mich wiederum regelmäßig dabei, gleich nur die karohemdtragenden Männer zu selektieren. Trefferquote 1:6, denn meistens nicht-an-Frauen-interessierte Medienwissenschaftler. Na und so hat eben jeder seine Vorlieben… in der Mode.
Dann gibt’s noch den bereits im zweiten Semester krawattentragenden BWLer, der mit der, am liebsten blonden, föhnfrisurigen BWLerin am Arm lustwandelt. Böse Zungen würden Perlenpaula sagen. Diese Sorte Studi bestellt sich im Mensacafé stets einen Latte Macchiato und liest nebenher die Financial Times. Viel Abwechslung findet man bei ihm nicht im Schrank, aber teure Hemden und eine Auswahl an Uhren. Zeit ist Geld.
Anders ist die longchamp-tragende Jurastudentin: niemals zu schick, niemals schrill und um keinen Preis sexy. Sie bemüht sich seriös und trotzdem nicht langweilig zu wirken, was selten gelingt. Die abgefahrenen Jurapartys in Berlin haben mich jedoch immer wieder ins Staunen gebracht. Feiern kann sie sehr wohl! 
Die verrückten Kunststudenten hingegen tragen meist den ausgefallensten Kleidungsstil – und die Haare gerne zu einem lustigem Knäuel auf dem Kopf. Manchmal schleicht sich sogar noch eine verirrte mit Hornbrille ein. Leggings und Fingernägel in allen Farben – rosa wird man bei den Stylingqueens der Uni aber vergeblich suchen.
Immer heiß, wenn auch mit gewissem Prollfaktor beladen, sind die Sportwissenschaftler. Zu erkennen an der überdimensionalen Sporttasche, die trotz diversem Inhalt lässig über der einen Schulter hängt. Dazu kurzgeschorene Haare und immer gerne cool bedruckte, enganliegende (!), Shirts. Wenn schon Mädels, dann ran an den Mann.
Klischees sind schon was Feines, aber zum Glück gibt’s ja genauso viele Punks, die auch BWL studieren und genauso Veterinärmedizinerinnen, die im schicken Kostümchen zur Uni tappeln.
Für viele Erstsemesterianer - auch in anderen Unistädten - ist also nicht unbedingt die wichtigste Frage, wo ihr Seminarraum ist oder wie eigentlich der Prof heißt.
Nein! Was trage ich, wenn mich alle zum ersten Mal sehen? Der erste Eindruck zählt und kann entscheiden, in welcher Unigang du letztlich landest. Da kann man also viel verkehrt machen, wenn man sich in ein schickes Kleid steckt, aber ständig daran herumzuppelt und sich seine gemütliche Boyfriendjeans herbeiwünscht. Mach also keine Mottoparty daraus!
Ganz einfach scheinen die Spielregeln, ganz unbeholfen stellt man sich dagegen an. Aber Spaß macht’s ja auf dem Weg zum eigenen Stil.. Und egal wie es letztlich aussieht, immer daran denken: Es kommt darauf an, was drin steckt!
Habt ihr vielleicht besondere Stylingtipps? Dann postet sie doch auf meinem facebook Profil: ![]()
Es grüßt euch euer Fashionvictim, die kühle Blonde
















1 Kommentar:
ja, kleider machen leute – wohl wahr. zum glück gibt es ja aber noch diverse mischtypen, die einem die einordnung in einen bestimmten studiengang nicht leicht machen. und genau das sind doch die spannensten charaktere, oder nicht? in diesem sinne: be unique!